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Piemont, Italien

  


Piemont - das Land zu Füssen der Berge

Nach knapp 2 Autostunden ab Chiasso - vorbei an fruchtbaren Reisfeldern in der Poebene- findet man sich im Zentrum des Piemonts mit seinen weltbekannten Weingebieten. An lieblichen Hügeln wachsen unter günstigen klimatischen Bedingungen die schönsten Nebbiolo-, Barbera- und Moscato-Trauben. Haselnuss-Haine wechseln ab mit herrlich unberührten, wilden Talschaften. Die typischen piemontesischen Schlemmereien -immer begleitet von einem guten Glas Wein- findet man fast überall, nicht nur im schmucken, einladenden Alba oder in La Morra mit seinem atemberaubenden Blick auf die faszinierende Reblandschaft des Piemonts.

Das Weingut - Vini Bricco Sori

Unser Weinbaubetrieb mit 4.5 ha eigenen Reben und 1.5 ha Pachtland liegt in Caffi/Loazzolo, im Herzen des Moscato-Anbaugebietes der Provinz Asti im südlichen Piemont. Loazzolo ist u.a. die kleinste D.O.C.G.-Gemeinde in Italien mit seinem berühmten Moscato passito, einem süssen Strohwein.

Der Name unseres Weingutes, Vini Bricco Sori, setzt sich wie folgt zusammen: Vini steht für Weine, Bricco heissen die typischen, sanftmodelierten piemontesischen Hügel und Sori (im Dialekt Söri) bedeutet steile Südlage, was auch eine Qualitätsauszeichnung bedeutet.

Peter Perret's Weinphilosphie

Unser Approach im Weinberg und in der Kelterei ist die kontrollierte integrierte Produktion nach den Richtlinien der EU. Unsere Rebberge sind terrassiert und begrünt. Damit stoppen wir die Erosion und können auch rationell produzieren. Die ganzjährige und ganzflächige Begrünung mit standorttypischen Wildkräutern und Gräsern fördert die Nützlinge, wodurch auf den Einsatz von Herbiziden, Insektiziden und Botrytiziden verzichtet werden kann. Die gemähten Gräser wie auch überzählige Triebe und Trauben werden dem Boden als Dünger zugeführt. Wir arbeiten wenn immer möglich im Einklang mit der Natur. Auch bei der chemischen Bekämpfung der Pilzerkrankungen wird der Einsatz situativ vorgenommen, d.h. normalerweise ist der Verbrauch bedeutend kleiner und effizienter als bei der grossflächigen Besprühung per Helikopter.

Durch einen langen Anschnitt erzielen wir eine grosse Laubmasse und dadurch eine hohe Produktion an Assimilaten. Verbunden mit einer strikten Ertragsbegrenzung (300- max. 800 Gramm pro Rebstock) gelingt es dadurch, auch in klimatisch weniger günstigen Jahren, ein hochwertiges Traubengut zu ernten.

Die Kelterei

Unser wunderschön gelegene Kelterei liegt an der Wasserscheide zwischen dem Belbo- und Bormida-Tal.

Die modernen Einrichtungen erlauben uns, hygienisch einwandfrei und ökologisch zu keltern. Unseren Weinen wird nichts zugesetzt. In klimatisch ungünstigsten Jahren -wie zuletzt 2002- verzichten wir auf die Kelterung unserer Qualitäts-Eigenbau-Weine.
Heute werden in einem Jahr mit normalen Erntemengen 35-40'000 Qualitäts-Eigenbau-Flaschenweine erzeugt, wobei Barbera (Barbera d'Asti mit Tank- und Holzausbau), Moscato (Moscato d'Asti und "Il Secco" trocken) und Chardonnay (Tank- und kurzer Holzausbau) mengenmässig dominieren. Vermehrt werden auch gefragte Spezialitäten (Nischenprodukte) angeboten wie z.B. "Va beng" (süsser Moscato passito), "il rapulé" (Assemblagen Dolcetto/Nebbiolo im Holz ausgebaut), "il vaslot" (Lagen-Barbera im Holz ausgebaut) oder Spitzen-Grappa aus unserem hochwertigen Ausgangsmaterial.
Daneben keltert Peter Perret für Rebland-Besitzer, die über keine eigene Kelterei verfügen, den Wein jedoch selber absetzen.
Unsere Weine werden in Italien an Besucher "ab Hof" verkauft, die in einem wunderschönen Degustationsraum verkostet werden können. Auch in Restaurants und in Vinotheken im Piemont können unsere Weine angetroffen werden. Selbst an Weinhäuser in Deutschland und Restaurants in Japan gehen unsere Lieferungen.

Aus der Firmengeschichte

1991 erstanden Peter Perret und ein weinbegeisterter Bekannter einen 2.5 ha grossen Weinberg mit Rebhaus in einem paradiesischen Winkel in der Nähe von Cassinasco in der Provinz Asti. In diesem Rebberg mit alten Stöcken reifen die weissen Moscato- und die blauen Dolcetto-Trauben, die nach streng ökologischen Kriterien auf begrünten Terrassen produziert werden. Gewachsen auf kalkhaltiger Meeresmolasse prägt eine Mikroklima mit optimaler Sonneneinstrahlung und kühleren Nächten diese charaktervollen und aromatischen Weine.
Als Weinbauingenieur hatte sich Peter Perret an der eidg. Forschungsanstalt Wädenswil und auch im Ausland (Nappa Valley Kalifornien, Australien, Chile) jahrelang wissenschaftlich mit der Begrünung im Weinberg und mit Bodenforschung beschäftigt. Heute setzt er das erworbene Wissen in den eigenen Rebbergen um.

1994 bot sich die Gelegenheit, in der Gemeinde Loazzolo (oberhalb von Canelli) eine grosse moderne Kelterei zu erwerben und damit erstmals eigenen Wein zu keltern. Vorher wurden die Trauben -wie das im Piemont häufig vorkommt- an eine Cooperative verkauft. Mit Hilfe von Weinfreunden aus dem Bekanntenkreis von Peter Perret wurde der Kauf realisiert, verbunden mit einer Aktienkapitalerhöhung. Die 2.1 ha grosse Liegenschaft liegt auf 500 m ü.M., mit herrlichen Rundblick bis zu den Alpen und auf die Hügelzüge der Langhe Astigiana. Die eigentliche Kelterei wurde im Sommer 2003 total erneuert und ist technisch auf dem neuesten Stand. Moderne hygienische Einrichtungen erlauben auch bei der Kelterung ökologisch zu arbeiten. Nebst dem traditionellen Ausbau in Edelstahltanks wird geeignetes Traubengut selektiv und moderat im Eichenholz ausgebaut, als Barriques im klassischen 225 lt-Fass oder als Riserva im grösseren Eichenfass. Verwendung finden französische und amerikanische Eiche. Die Holzfässer werden nach dreimaligem Gebrauch aussortiert.

Nebst Moscato- und Dolcetto-Trauben werden seit 1994 auch Barbera- und Chardonnay-Trauben gekeltert, die aus gepachteten Nachbargütern in San Marzano und Cassinasco stammen. In den letzten Jahren neu dazu gekommen ist die Viognier-Traube (bekannt aus dem französischen Rhônetal), die einen frischen Wein mit einer grossen Aromenvielfalt ergibt.

An bester steiler Südlage wurden 2002 2 ha neues Rebland erworben, auf dem nebst Barbera und Dolcetto noch Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Chambourcin und Dioli-noir angepflanzt wurden. Sie werden ab 2005/2006 vielfältige Möglichkeiten für spannende Assemblagen mit unseren Hauptsorten eröffnen. Peter Perret's Interesse gilt auch dem Einsatz von resistenten Rebsorten.

 
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